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Standardisierung-Modularisierung: Zusammenhang

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Standardisierung ist die Basis

Materialien können standardisiert werden. Auch z.B. Prozesse oder Gesetze. Dieser Info-Spot grenzt Standards ein auf Materialien mit dem Status "Standard".

Ein Material kann ein Halbzeug sein wie z.B. Bleche in Form von Tafeln oder Coils, oder Rundmaterial. Auch Normteile sind Fertigteile. Die geläufigsten Beispiele für Standardteile kennt jeder: Schrauben, Scheiben oder Muttern („Verbindungselemente“).

Naturgemäß versprechen Teile aus der eigenen Fertigung einen hohen Nutzen, falls sie standardisiert werden. Warum? Weil die „Heiligsprechung“ eines Teils zum Standardteil die mehrfache Verwendung bezweckt.

Die wiederholte Verwendung eines unveränderten Teils reduziert den Aufwand für Planung, Produktion, Lagerung und Service auf nicht mehr als den erstmaligen Aufwand zur Herstellung des Standard-Teils.

Dabei ist unerheblich, ob das Teil selbst gefertigt wird oder extern. Es muß nur unter der eigenen „Konstruktions-Hoheit“ stehen. Modifikationen können also nur in der eigenen Organisation (Unternehmen) veranlaßt und durchgeführt werden.

Tendenziell gilt: je seltener Modifikationen erfolgen, umso größer wird die Wiederholrate und damit der wirtschaftliche Nutzeffekt. Die Modifikation von Standardteilen läuft daher über einen besonderen, sehr restriktiven Prozess.

Der wirtschaftliche Erfolg standardisierter Teile hängt direkt zusammen mit der Anzahl von Wiederhol-Verwendungen. Der Erfolg läßt sich sehr leicht messen, etwa über die Funktion „Teileverwendungs-Nachweis“ in ERP- oder PDM-Systemen.

Standard-Teile bilden den Modul

Gewissermaßen die „hohe Schule“ der Wiederverwendungs-Idee ist die Standardisierung nicht nur eines Teils, sondern einer Baugruppe aus mehreren Teilen. Dabei multipliziert sich der Effekt zunächst über die Anzahl der Wiederverwendungen des Moduls und dann über jede Position jedes einzelnen Teils – eine Potenzierung gewissermaßen.

Jedes Teil einer Standard-Baugruppe ist zwangsläufig ein Standard-Teil. Für Standard-Baugruppen hat sich die Bezeichnung „Modul“ eingebürgert.

Moduln erfüllen in einer Maschine häufig eine bestimmte Funktion. Sie werden deshalb auch „Funktionsträger“ genannt. Wünscht der Kunde also eine bestimmte Funktion, so wird mit Sicherheit der entsprechende Funktionsmodul benötigt.

Da die Herstellkosten des Standardmoduls bekannt sind, ist es nur ein kleiner Schritt zum Preis der entsprechenden Angebots-Position. Die Kalkulation des Angebots erfolgt simultan zum Konfigurieren der Maschine aus Funktionsmoduln.

Offensichtlich gibt es Analogien zwischen Standard-Teilen und Standard-Moduln. Standard-Teile wurden auf einem bestimmten Pflegezustand „eingefroren“. Genauso ist es mit Standard-Moduln. Beide unterliegen gleichartigen Prozessen zur Pflege und Weiterentwicklung.

Die Moduln sind Bausteine zur Konfiguration von Maschinen. Sowohl die Angebotskalkulation als auch die Auftragsstücklisten entstehen gleichzeitig. Wird der Auftrag erteilt, so kann unmittelbar danach die Bedarfsplanung erfolgen. So werden Unternehmen wesentlich schneller als der "standardlose" Mitbewerb.

Skeptiker mögen einwenden, daß der deutsche Maschinenbauer auch spezielle Wünsche des Kunden bedienen können muß. Dieser Herausforderung begegnen Prozessmodelle zur Abwicklung speziell angepaßter Produkte, die ebenso auf der Philosophie „Standards – Moduln“ basieren. Die Prozesse bewahren dabei alle Vorteile aus der Modularisierung.

Zusammenhang Standardisierung-Modularisierung

Zurück zur Kernaussage: Standardisierung ohne Modularisierung kann nützlich sein bei der Wiederholteilsuche. Die Suche sollte sich auf den Bestand standardisierter Teile beschränken. Hingegen ist Modularisierung zwingend auf Standardisierung angewiesen. Zum Einen: der Modul ist selber Standard. Zum Andern: jeder seiner Bestandteile ist auch Standard. Das Denken verläuft in neuen Bahnen. Und das Arbeiten verändert sich. Und schließlich: die Gewinne verändern sich.

 

Standardisierung und Modularisierung mit IBF Stuttgart

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Standards & Moduln: so denken wir

Eine Maschine aus dem Portfolio des Kunden wird aufgefaßt als System. Sie besteht aus der Plattform und Funktionen. Die Auswahl der Funktionen aus dem Baukasten folgt einem Regelwerk.

Unabhängig vom Auftrag ist die Plattform. Abhängig vom Auftrag sind Merkmale (z.B. Netzspannung, Energiebedarf), also die Anforderungen des Kunden. Das Regelwerk sorgt u.a. für technische Widerspruchsfreiheit.

Eine Funktion wird dargestellt über eine Baugruppe. Diese wiederum hat eine Stückliste.

Moduln: Basis der Angebotskalkulation 

Damit ist die Brücke geschlagen zwischen dem Angebot (aus Funktionen) und dem Materialbedarf (aus Stücklisten). Jede Stückliste hat einen Geldwert. Er ist die Basis für die Angebotskalkulation. Die Konfiguration von Funktionsbausteinen bildet das Angebot.

Bei der Erstellung eines Angebots entsteht im Hintergrund die Auftragsstückliste. Für die Freigabe der Bedarfsrechnung fehlt lediglich der Auftrag.

Unmittelbar nach Auftragserteilung kann der Material- und Leistungsbedarf ermittelt werden und die Mat.-Dispo erfolgen. Liefertermin, Marge usw. sind schon aus der Angebotsphase bekannt.

Beratung bringt IBF-Kunden auf Augenhöhe mit Anbietern

Im Normalfall enthält die Auftragsstückliste nur Wiederholteile. Deren Arbeitspläne, Lieferanten und Herstellkosten sind bekannt. Dadurch sinkt der Aufwand zur Auftragserfüllung dramatisch. Die Durchlaufzeit verkürzt sich.  

Darüber hinaus ist die Methodik auch für Sonderwünsche offen. Deren Umfang und Kosten werden in der Angebotsphase im Dialog mit dem Kunden bewertet.

Die IBF-Methodik schafft die Voraussetzungen zur Einführung der skizzierten Abläufe: Grundideen, Produktorganisation, Prozesse, Abbildung auf IT-Systeme, Change Management. Investitionen in besondere Software sind i.d.R. nicht erforderlich.

Standardisierung, Modularisierung aus eigener Kraft

Die IBF-Methodik „Standardisierung-Modularisierung“ bewahrt die volle Freiheit bei der Auswahl von IT-Lösungen, etwa für eine Konfigurator-Software. Meistens können die bereits eingesetzten IT-Systeme (PDM, CAD, ERP) produktiv genutzt werden.

Erfolge (Kosten, Zeit) sind leicht mess- und steuerbar. Die Übertragung auf die restlichen Maschinen des Portfolios kann mit eigenen Kräften nach dem Muster der Pilotlösung erfolgen.

Wir glauben: diese "Ideologie" ist klar genug, um sie schnell zu verstehen. Dann muss sie "nur" noch umgesetzt werden. Viel Erfolg!

Modularisierung Maschinenbau: FAQs Statusermittlung

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Teil 2

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Organisatorisches Ergebnis einer auftragsspezifischen Änderung eines Moduls?

  • ist das ein Standard
  • ist das ein Exot

Wiederverwendung von Moduln: wird nach auftragsspezifischen Anpassvorlagen gesucht?

  • Ja
  • Nein
  • Verboten

Angebotserstellung: Beziehungen zwischen Angebots-Pos., Modul und Auftragsstückliste?

  • Nein; verschiedene Strukturen
  • Ja: 1:1-Beziehung, 1:n-Beziehung

Verwendet die Angebotskalkulation die Herstellkosten pro Modul?

  • Nein
  • Ja

Sind diese Herstellkosten aktuell, also gepflegt?

  • Ja
  • Nein

Sind die Verantwortlichkeiten für die Pflege von Modul-Herstellkosten geregelt?

  • Nein
  • Ja: z.B. Einkauf

Sind bei Maschinentypen Plattformen definiert?

  • Ja; z.B. immer gleiche Basismaschine
  • Nein

Sind Moduln konzipiert incl. Montage, Elektrik, Elektronik, Software, Schulung etc.?

  • Nur Mechanik
  • Alle anderen Disziplinen auch

Standardisierung - Modularisierung: FAQs

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Mit wenigen Fragen gewinnt man ein Bild über den Zustand von Standardisierung/Modularisierung in einem Unternehmen. Danach ist klar, wo anzupacken ist und wer betroffen ist.

Teil 1

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Wer entscheidet bei Ihnen über die Weiterentwicklung von Moduln?

  • Sachbearbeiter
  • Teamleiter
  • Entwicklungsleiter
  • Geschäftsführer

Werden dafür konkrete Ziele für die Weiterentwicklung vereinbart?

  • Funktionalität z.B.
  • Kosten

Wie ist der Prozess der Weiterentwicklung angelegt?

  • Informell („Zuruf“)
  • Dokumentiertes Fließschema
  • Implementierter Workflow (ERP, PDM)
  • Interaktion PDM, ERP

Wie oft pro Jahr werden Maschinen, Baugruppen oder Teile weiterentwickelt?

  • Einmal pro Jahr
  • Halbjährlich
  • Ungeregelt; im Rahmen von Aufträgen

Wird unterschieden zwischen auftragsspezifischer / A-neutraler Modifikation?

  • Ja
  • Nein

Sind Standard-Materialien als solche gekennzeichnet (Baugruppen, Teile)?

  • In PDM
  • In ERP

Kontakt

IBF Stuttgart
Dr.-Ing. Dieter Franz

Bernsteinstr. 120
70619 Stuttgart

info@ibfstuttgart.de

T: +49(0)711-2488-698
F: +49(0)711-2488-765

 

Erreichbarkeit

  • Jederzeit: E-Mail an d.franz@ibfstuttgart.de mit Ihrer Angabe zum Medium (Telefon oder E-Mail) sowie gewünschtes Zeitfenster zur Rückantwort.
  • Montag bis Freitag: 09:00-18:00 Uhr