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Modularisierung Maschinenbau: FAQs Statusermittlung

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Teil 2

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Organisatorisches Ergebnis einer auftragsspezifischen Änderung eines Moduls?

  • ist das ein Standard
  • ist das ein Exot

Wiederverwendung von Moduln: wird nach auftragsspezifischen Anpassvorlagen gesucht?

  • Ja
  • Nein
  • Verboten

Angebotserstellung: Beziehungen zwischen Angebots-Pos., Modul und Auftragsstückliste?

  • Nein; verschiedene Strukturen
  • Ja: 1:1-Beziehung, 1:n-Beziehung

Verwendet die Angebotskalkulation die Herstellkosten pro Modul?

  • Nein
  • Ja

Sind diese Herstellkosten aktuell, also gepflegt?

  • Ja
  • Nein

Sind die Verantwortlichkeiten für die Pflege von Modul-Herstellkosten geregelt?

  • Nein
  • Ja: z.B. Einkauf

Sind bei Maschinentypen Plattformen definiert?

  • Ja; z.B. immer gleiche Basismaschine
  • Nein

Sind Moduln konzipiert incl. Montage, Elektrik, Elektronik, Software, Schulung etc.?

  • Nur Mechanik
  • Alle anderen Disziplinen auch

Standardisierung - Modularisierung: FAQs

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Mit wenigen Fragen gewinnt man ein Bild über den Zustand von Standardisierung/Modularisierung in einem Unternehmen. Danach ist klar, wo anzupacken ist und wer betroffen ist.

Teil 1

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Wer entscheidet bei Ihnen über die Weiterentwicklung von Moduln?

  • Sachbearbeiter
  • Teamleiter
  • Entwicklungsleiter
  • Geschäftsführer

Werden dafür konkrete Ziele für die Weiterentwicklung vereinbart?

  • Funktionalität z.B.
  • Kosten

Wie ist der Prozess der Weiterentwicklung angelegt?

  • Informell („Zuruf“)
  • Dokumentiertes Fließschema
  • Implementierter Workflow (ERP, PDM)
  • Interaktion PDM, ERP

Wie oft pro Jahr werden Maschinen, Baugruppen oder Teile weiterentwickelt?

  • Einmal pro Jahr
  • Halbjährlich
  • Ungeregelt; im Rahmen von Aufträgen

Wird unterschieden zwischen auftragsspezifischer / A-neutraler Modifikation?

  • Ja
  • Nein

Sind Standard-Materialien als solche gekennzeichnet (Baugruppen, Teile)?

  • In PDM
  • In ERP

Modularisierung: anders denken - anders arbeiten

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Alle reden von künstlicher Intelligenz (KI). Ganz gleich, was man darunter versteht: der Einsatz natürlicher Intelligenz (NI) verspricht gerade im Maschinen- und Anlagenbau schnellen Erfolg. Wer Standardisierung und Modularisierung vorantreiben will, kommt nicht um den Einsatz von NI herum.

Das zeigt schon eine kritische Betrachtung des Iststandes bei der Organisation der Produkte und wesentlicher Prozesse. Mit der Beantwortung weniger Fragen tritt sofort das ganze Debakel zutage. Nicht selten wird dabei erkannt, daß der Einsatz eines Konfigurators in weite Ferne rückt. Oder es wird einfach die Preisliste über den Konfigurator abgeschrieben. Das aber ist bei Weitem viel zu kurz gesprungen. 

Standardisierung und Modularisierung brauchen NI

IBFs Glaube an die Wunderwirkungen von Software ist begrenzt. Wir wollen die rasche Umwälzung ("Revolution") von Informationen und Prozessen im gesamten Unternehmen.  Dafür ist ein klares, verständliches Konzept erforderlich. Wir entwerfen es mit dem Kunden, bis es - mittels NI - verstanden, begriffen  worden ist.  

Im Ergebnis sind Margen-Verbesserungen von 20-40% erzielbar und leicht messbar. Das Personal orientiert sich über weite Strecken an neuen Prozessmodellen. 

Organisation, Methoden und Verfahren treten an die Stelle von Software-Features:

  • Neue Strukturen für existierende Produkte werden entwickelt,
  • Neue Abläufe werden entwickelt und unmittelbar erprobt,
  •  Das Tempo macht der Kunde, 
  • Produkt-Anpassungen nach Kundenwunsch bleiben möglich - bis hin zu Sonderkonstruktionen.
  • Interdisziplinärer Ansatz: Mechanik, Elektrik, Software, Fluidik, Leistungen.
  • Umfasst die Bereiche Vertrieb, Controlling, Konstruktion, Entwicklung, Mat.-Wirtschaft, Produktion.
  • Entscheidungsfreiheit (Ja/Nein, welches) bei Investitionen in Software (Konfigurator o.ä.) und Systeme,
  • Stufenweiser Auf- und Ausbau, mit Erfolgskontrolle und –Steuerung von Anfang an.

Beratung zur Modularisierung schafft schnelle Erfolge

Die Beratung mittels IBF-Methodik senkt die Einstiegsschwelle, die Projektdauer und die Risiken drastisch. Das Personal agiert selbständig nach einem "verstandenen" Ziel und Plan. Die Interaktion zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen wird wesentlich verstärkt.

Nummernsystem: Kellerkind der Ingenieure (1)

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Hier soll der Versuch unternommen werden, Interesse für ein Kellerkind der Ingenieurwissenschaften zu wecken. Es geht um die Sachnummer, auch Artikel- oder Materialnummer.

Sie ist der Schüssel, über den auf Materialdaten (auch Stammdaten, Grunddaten) zugegriffen wird.

Lange schon überfällig, kam die Erkenntnis auf, daß die Qualität der Grunddaten entscheidet über die Aussagekraft von Auswertungen wie: welche Materialien werden eingekauft, zu welchem Wert? Oder: welche kommen aus eigener Fertigung? Wie hoch sind deren Herstellkosten?

Sind also die Daten – etwa Einkaufspreise - veraltet, so führt eine Auswertung in die Irre. Erst in den letzten Jahren wurde die Bedeutung der Datenqualität thematisiert. Es entstanden Problemkreise wie „Grunddaten-Management“ und wurden angegangen.

Die Sachnummer steht also im Kontext von durchaus bedeutsamen, strategischen Ziel- und Umsetzungen. Indessen wird sie von Ingenieuren wie von Kaufleuten mit sehr spitzen Fingern angefaßt. Vielleicht steht die intensive Beschäftigung mit Sachnummern und Grunddatenmanagement nicht im Ruf, karrierefördernd zu sein. Gleichwohl können damit eindrucksvolle, nachweisbare Erfolge erzielt werden. Doch mehr darüber später.

Wenden wir uns zunächst dem typischen Iststand zu. Manche Unternehmen haben ihre Nummernsysteme über Jahre hinweg aufgebaut. Das Personal hat Anleitungen zum Interpretieren der Sachnummer verbreitet und verinnerlicht. Es schwört auf die Aussagekraft der eigenen Sachnummer. Die weitaus häufigste Gestalt einer Sachnummer sieht etwa so aus (Beispiel):

214461.0117

 Manche Nummern enthalten Buchstaben, mehrere Ziffernkolonnen, Trennstriche oder Leerstellen. Aber sie haben durchwegs einen sprechenden und einen zählenden Anteil. 

Der Zugriffsschlüssel auf einen Materialstamm ist das gesamte Gebilde aus beiden Anteilen, eingeschlossen den Punkt zwischen „1“ und „0“. Der Zugriff erfolgt also weder über "214461" noch über "0117", sondern über "214461.0117".

Häufig gibt der sprechende Anteil Auskunft über das Produkt, in dem der Artikel verbaut ist (etwa die erste Stelle; „2“. Die Gruppe „144“ könnte stehen für die Hauptbaugruppe (HBG) innerhalb des Produkts, die Ziffernfolge „61“ kann für die Unterbaugruppe (UBG) stehen, die zur HBG 144 gehört. Der  sprechende Anteil sagt also dem Leser schon einiges über das Material. Er ist hilfreich für mehrere Anwendergruppen:

  • Die Monteure für Haupt- und Unterbaugruppen des Produkts „2“ fühlen sich unterstützt.
  • Der Service weiß, wo das Material ausgetauscht werden muß.
  • Der Konstrukteur sieht der Nummer an, wo das Teil eingebaut ist und optimiert es.  

Die Zählnummer im Beispiel („0117“) sagt, daß in der Unterbaugruppe „61“ das Teil Nr. 117 gemeint ist. Ebenso ist klar, daß die BG mit 144 die UBG 61 einschließt. Und daß dieses Material zum Produkt „2“ gehört.

Nun gibt es Leute, die mit Produktstrukturen und deren Auf- und Umbau zu tun haben. Sie sehen leicht, daß der sprechende Anteil einem sogenannten „Teileverwendungsnachweis“ stark ähnelt. Der aber ist seit langem eine Standard-Funktionalität von ERP-, PDM- und CAD-Anwendungen.

 Es gibt auch Leute, denen an der Wiederverwendung von Teilen in verschiedenen Produkten, Haupt- und Unterbaugruppen gelegen ist. Ihnen ist der sprechende Anteil des beispielhaften Schlüssels ein großes Hindernis, dieses Ziel zu verfolgen.

 Es erscheint z.B. denkbar, das Teil „214461.0117“ auch im Produkt „4“ in der Hauptbaugruppe „25“ unverändert einzusetzen. Dann müßte der sprechende Anteil mit „425“ beginnen. Es ist aber dasselbe Material wie „214461.0117“. Es müßte also dieselbe Nummer tragen. Nun sitzt man in der Falle: eines der widerstreitenden Prinzipien muß über Bord geworfen werden. Entweder

  • die Verwendung im sprechenden Anteil stimmt, oder
  • identisches Material muß dieselbe Sachnummer führen, egal in welcher Verwendung.   

Meist ist das zweite Prinzip stärker: die Nummer des Wiederholteils bleibt auch bei Verwendung in anderen Umgebungen unverändert. Bei flüchtigem Überschlagen von Stücklisten fällt der Blick sofort auf Materialschlüssel mit abweichenden, sprechenden Anteilen. Sie zeigen genaugenommen auf die erstmalige Verwendung des Teils. Und: es handelt sich um ein Wiederholteil, da es zuerst  in anderer Umgebung verwendet wurde. 

Betrachtet man den Iststand in vielen Industrieunternehmen, so ergibt sich ein ähnliches Bild. Der Aufbau der Sachnummer datiert meist aus der Zeit vor Einführung der EDV. Dieser Nummerntyp ist schlicht nicht zukunftsfähig. Der bis hierher beschriebene Sachnummerntyp wird "Verbundschlüssel" genannt, weil sprechender und zählender Anteil fest verbunden sind - selbst Trennungspunkte und Leerstellen  gehören häufig zur Nummer dazu! 

Der sprechende Anteil wird meistens manuell vergeben. Da aber jedes Teil benummert werden muß, müssen letztlich 100% aller Nummern manuell vergeben werden. Eine automatische Nummernvergabe wird damit blockiert. Eigentlich ist ein sprechender Anteil nur bei Wiederholteilen erforderlich - und das sind weitaus weniger als 100% aller Neuteile.

Auf dieser Webseite stellen wir praxiserprobte Ansätze und Methoden vor, die aus der Sackgasse führen.

Kontakt

IBF Stuttgart
Dr.-Ing. Dieter Franz

Bernsteinstr. 120
70619 Stuttgart

info@ibfstuttgart.de

T: +49(0)711-2488-698
F: +49(0)711-2488-765

 

Erreichbarkeit

  • Jederzeit: E-Mail an d.franz@ibfstuttgart.de mit Ihrer Angabe zum Medium (Telefon oder E-Mail) sowie gewünschtes Zeitfenster zur Rückantwort.
  • Montag bis Freitag: 09:00-18:00 Uhr